Indonesien zählt zu den rohstoffreichsten Ländern, ist aber auf Kooperationen im anwendungsbezogenen Bereich angewiesen, um einen sicheren Lebensunterhalt seiner Bevölkerung zu gewährleisten. Im Zusammenhang mit der Globalisierung sind entsprechende internationale Verflechtungen und Verpflichtungen unerlässlich. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen den weltweit gtößten Archipel besonders.
Im akademischen wie im privaten Sektor gibt es eine Vielzahl an deutsch-indonesischen Verbindungen. Zwischen Hochschulen funktioniert der Dozenten- und Studierenden-austausch. Für den deutschen Arbeitsmarkt werden gezielt Fachkräfte, insbesondere im medizinischen und Pflegebereich angeworben, wie umgekehrt deutsches Know-how in industriellen und landwirtschaftlichen Projekten gesucht werden. Sprachunterricht kommt erine besondere Bedeutung zu. Was kann Deutschland beispielsweise für die Ausbildung von Pflegefachkräften von Indonesien lernen? Wie funktioniert die Kooperation zwischen Hochschulen oder andern Bildungseinrichtungen? Seit dem 17. Jahrhundert hat es bereits viele Kontakte zwischen der damaligen holländischen Kolonialherrschaft und Bürgern aus deutschen Landen gegeben. Wissenschaftler, Söldner, Missionare, Künstler waren aktiv und pflegten vielseitige Begegnungen.
Gesprächsreihe im Rautenstrauch-Joest-Museum 8. April bis 17. Juni 2026
Die Museumsgesellschaft Rautenstrauch-Joest-Museum und die Deutsch-Indonesische Gesellschaft veranstalten eine Vortragsreihe mit dem Blick auf die Beziehungen zwischen Indonesien und Deutschland. An fünf Abendterminen im Kölner VHS-Forum im Rautestrauch-Joest-Museum werden unterschiedliche Schwerpunkte erörtert.
Den Auftakt macht die Veranstaltung INTERKULTURELLER DIALOG am 8. April, 18:00 Uhr, Eintritt ist frei.
Die vielfältigen Kulturen der 17.000 Inseln sind durch unterschiedlichste Traditionen und Entfaltungen geprägt, oft aus religiösen Motiven entstanden. Die kulturelle Szene ist in fortlaufender Veränderung, entsprechend den gegenwärtigen Herausforderungen.
Die aktuelle Notlage insbesondere in Sumatra erfordert unsere Unterstützung. Um eine wirkungsvollere Hilfe zu gewährleisten, schließen wir uns der Initiative der DIG-Hamburg an, die die Spendenaktionen koordiniert. Wenn Sie diese Aktion fördern, nutzen Sie bitte die unten angegebenen Kontodaten des DIG-Hamburg. Sofern eine Spendenquittung gewünscht wird, wenden Sie sich an vorstanddighh@dig-hamburg.de.
Mehr als 20 Jahre bestehen Kooperationen der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft mit indonesischen Frauengruppen. Lena Simanjuntak hat mit marginalisierten Gruppen Stücke erarbeitet, in denen sie in eigenständigen Theaterinszenierungen ihre lokal-spezifischen Probleme darstellen.
Diese Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen und geschlechtsspezifischen Konflikten auf der Bühne belegt das spezifische Interesse an lokalen wie allgemeinen Gegensätzen und Widerständen – und zeigt konstruktive Lösungsansätze der grassroot-Frauen auf. Die Theaterarbeit unterstützt Prozesse der Selbstvergewisserung und -behauptung; sie sind insofern ein Bildungsinstrument. Dazu liegen eine Reihe von Dokumentarfilmen aus der Projektarbeit von Herri Ketaren vor, in denen die Entstehungsprozesse und die Auswirkungen dieser Art von Empowerment geschildert werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des 75jährigen Bestehens der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft statt.
📍 Melanchthon Akademie, Haus der Ev. Kirche, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln
Aus Anlass des 75jährigen Bestehens der 1950 in Köln gegründeten Deutsch-Indonesischen Gesellschaft [ www.dig-koeln.de ] werfen wir einen Blick auf die Literatur des weltgrößten Archipels mit seiner reichhaltigen Literatur. Die DIG ist zu Gast in der Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.