„Gebt mir Indonesien zurück!“

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 19:30 Uhr 
Lengfeld’sche Buchhandlung, Kolpingplatz 1, Köln

„Gebt mir Indonesien zurück!“
Lesung aus Werken von Leila Chudori, Djoko Damono, Pramoedya Ananta Toer, Goenawan Mohamad, Sitor Situmorang, Lena Simanjuntak
Weitere Informationen: www.lengfeldsche.de

Moderne Dichtung der „17.000 Islands of Imagination“ Indonesien als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Im Vorfeld der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (14. – 18. Oktober 2015) werden ausgewählte Texte verschiedener Dichterinnen und Dichter aus Indonesien vorgestellt.

Leila S. Chudori

Pulang (Heimkehr nach Jakarta) Übers.: Sabine Müller, Weidle Verlag,

ISBN 978-3-938803-75-2

Leila S. Chudoris Roman „Pulang (Heimkehr nach Jakarta)“ befasst sich mit dem Schicksal einer Gruppe von Journalisten, die aufgrund der Ereignisse im September 1965 in Jakarta – der Massenmorde an hunderttausenden Indonesiern, die der Sympathie mit der Kommunistischen Partei Indonesiens beschuldigt wurden – im Exil in Paris leben und nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können. Die historischen Ereignisse werden mit dem persönlichen Schicksal zweier Generationen verknüpft. Dimas Suryo lebt als Mitbesitzer eines indonesischen Restaurants in Paris und leidet lebenslang unter seiner Heimatlosigkeit. Lintang Utara, seine Tochter, reist 1998 nach Jakarta und gerät in die Studentenunruhen von 1998, die zum Ende der Ära Suharto führten.

Die Journalistin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin Leila S. Chudori, 1962 in Jakarta geboren, gilt als eine der produktivsten und anerkanntesten Autorinnen Indonesiens.
Sapardi Djoko Damono

1940 in Solo geboren, ist einer der bekanntesten und beliebtesten Dichter Indonesiens. Von ihm erschienen zahlreiche Gedichtbände, aber auch Bücher über Literatur, vor allem Indonesiens. Insbesondere seine Liebesgedichte finden eine große Leserschaft und viele Anhänger. Auf Hochzeitseinladungen oder in Liebesbriefen findet man Zeilen aus seiner Feder.

Einige seiner Werke sind vertont worden. Ein Beispiel dafür ist das Album „:becoming dew“ von 2007. Zwölf Gedichte von Sapardi Djoko Damono werden von dem Gesangsduo Ari Reda – Reda Gaudiamo und Ari Malibu interpretiert. Weitere Texte aus Jurnal Sajak (Hrsg.: Agus R. Sarjono, Berthold Damshäuser).

 

Pramoedya Ananta Toer

Kind aller Völker, Übers.: Brigitte Schneebeli, Unions Verlag, ISBN 987-3-293-20706-6

In der Tetralogie „Bücher der Insel Buru“ – auf der Gefangeneninsel Buru begonnen und unter Stadtarrest vollendet – wird die Auseinandersetzung mit der Macht und den Mächtigen seit der Jahrhundertwende zum literarischen Leitthema. In „Kind aller Völker“, dem zweiten, in sich geschlossenen Band, steht der Journalist Minke, der junge Javaner aus adligem Hause, im Mittelpunkt. Als seine Frau von den holländischen Kolonialherren verschleppt wird, regt sich in Minke der Widerstand. Sein anfänglich überschwänglicher Glaube an die „Europäisierung“ wird schwer erschüttert und weicht einer wachsenden Skepsis. Zusammen mit einer Bauernfamilie wagt er es, sich gegen die Landnahme der Holländer aufzulehnen.

Pramoedya Ananta Toer (1925 – 2006) ist der bekannteste indonesische Schriftsteller im deutschen Sprachraum. Seine Werke setzen sich mit den Prozessen der Nationenwerdung Indonesiens auseinander.
Goenawan Mohamad

Don Quijote, ein zweisprachiger Lyrikband, Übers.: Sabine Müller, Sujet Verlag, ISBN 978-3-944201-48-1

Der Schriftsteller Goenawan Mohamad (Jahrgang 1941) hat seine Interpretation der Figur des sinnreichen Junkers Don Quijote in eine Reihe von neunzehn bildreichen Gedichten gefasst. Die lyrischen Miniaturen der Abenteuer entstanden in den Jahren von 2007 bis 2010. In unterschiedlichen sprachlichen Formen entfaltet Goenawan Mohamad die Welt des Don Quijote, so wie dieser sie mit seinen Augen sieht. Der Leser begleitet Don Quijote auf seinem Weg durch die Mancha, er staunt über die Liebe zu Dulcinea und er bangt zusammen mit Sancho Panza um den kühnen Don Quijote, wenn dieser gegen seine Widersacher kämpft.

Goenawan Mohamad gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller, Intellektuellen und Kulturschaffenden Indonesiens. Er ist Leiter des Nationalkomitees zur Vorbereitung des Ehrengastauftritts Indonesien auf der Frankfurter Buchmesse 2015.
Sitor Situmorang

Sitor Situmorang (1923 – 2014) war ein Batak aus Nordsumatra. Zunächst arbeitete er als Journalist. Er gilt als einer der prominenten Vertreter der „45er-Generation“, die durch die Revolution zum Ende der niederländischen Kolonialzeit bekannt wurden. Nach längeren Auslandsaufenthalten in den Niederlanden, Frankreich und den USA kam er unter dem Soeharto-Regime für acht Jahre in Haft. Er ist bekannt für seine Kurzgeschichten und Gedichte. Texte in der Übersetzung von Berthold Damshäuser und Ramadhan KH.

Im Herbst erscheint: Zwischen zwei Kontinenten. Gedichte. Bilinguale Ausgabe, Übers.: Martina Heinschke, Ostasien Verlag, ISBN 978-3-940527-93-6

Lena Simanjuntak

Frauen am Rande des Sees – Perempuan di pinggir danau – Woman at lake’s edge – Borua nadi duru ni tao, viersprachiges Textbuch, Übers. ins Deutsche: Sabine Müller Katakita Verlag, Yogyakarta, ISBN 987-979-3778-73-0

Für die traditionelle Opera Batak aus Nordsumatra liegt ein Manuskript in vier Sprachen vor:

„Frauen am Rande des Sees“ ist ein Drama, in dem die legendäre Entstehung des Tobasees geschildert wird und dessen Bedrohung durch menschengemachte Verschmutzung, durch

Überfischung und durch Raubbau. Geschichtliche Hintergründe werden ebenso thematisiert wie aktuelle Konflikte.

Lena Simanjuntak (Jahrgang 1957) ist eine in Köln lebende Künstlerin, die sich vor allem mit unterschiedlichen Theaterprojekten in ihrer Heimat Indonesien befasst.


 

Lesung: Elisabeth Hartmann

Erläuterung zu Übersetzungen: Sabine Müller

Moderation: Karl Mertes


 

Eine Veranstaltung der Lengfeld’sche Buchhandlung [ www.lengfeldsche.de ] und der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft e.V. [ www.dig-koeln.de ]

Anmeldung unter: Tel. 0221 – 257 84 03 · info@lengfeldsche.de

Lieder und Tänze der Opera Batak

Montag, 28. September 2015
Eine-Welt-Forum, Carsch-Haus, Heinrich-Heine-Platz 1, Düsseldorf

12:00 Uhr
Lieder und Tänze der Opera Batak
www.eineweltforum.de

19:30 Uhr
Filmclub 813 präsentiert im Kino 813 in der Brücke, Hahnenstraße 6, Köln
„Tjut Nja‘Dhien“(vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Tjoet_Nja’_Dhien ) anschließend Gespräch mit Slamet Rahardjo (Schauspieler, Regisseur)
www.filmclub-813.de

[Eintritt: 8,- / 6,- €, RESERVIERUNG EMPFOHLEN! Kartenvorbestellung über mail@dig-koeln.de, Abendkasse ab 19:00 Uhr]

Ayu Utami zu Gast: Lesung und Gespräch zur aktuellen Literaturszene

Dienstag, 18. August, 19:00 Uhr
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilientraße 29 (Nähe Neumarkt), 50667 Köln

Eine der populärsten indonesischen Autorinnen stellt im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Indonesien ihren gerade auf Deutsch (im Horlemann Verlag) erschienen Roman vor:
„Larung“ ist ein Bilderbogen an Geschichten um Saman, Yasmin, Sihar, Laila und ihren Freunden, angereichert durch Perspektiven und Themen, die die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse unter dem Regime Suhartos prägten. Es geht um die Aufarbeitung des Traumas, das durch die Massenmorde nach dem Putschversuch im September 1965 ausgelöst wurde, um das Leben der hedonistisch orientierten Mittelschicht und um den Widerstand der soziakritisch denkenden und politisch wachen Opposition gegen die Repression der korrupten Militärregierung.

Ayu Utami Foto © Horlemann

Ayu Utami Foto © Horlemann

Am 26. Januar hat Ayu Utami bei uns ihren Debütroman Saman vorgestellt, er wurde in Indonesien als literarische Sensation gefeiert. Ein junger Priester stößt über sein Engagement für unterdrückte Kleinbauern zum indonesischen Widerstand, verliebt sich, gibt sein Priesteramt auf und emigriert nach New York. Junge selbstbewusste Frauen verweigern sich den traditionellen Rollenzuweisungen. Larung erschien 2001in Indonesien als Fortsetzung von Saman – dessen Thema ist die Aufarbeitung des Traumas der Jahre 19965/66, als Hundertausende von Kommunisten Opfer willkürlicher Verfolgungen wurden, und die Unruhen in Jakarta 1998, die schließlich zum Ende des Suhartoregimes führten. Darin abermals verflochten sind die Lebensläufe der vier selbstbewussten Frauen, die der Leser bereits aus Saman kennt.

Kontakt: mertes@dig-koeln.de

SOEGIJA

Mittwoch, 17. Juni 2015, 18:15 Uhr
Filmhauskino, Maybachstraße 111, 50670 Köln

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Spielfilm von Garin Nugroho über den ersten indonesischen Erzbischof Albertus Soegijapranata, dessen Tagebuch der Jahre 1940-1949 seine Erfahrungen und Eindrücke aus der niederländischen sowie japanischen Kolonialzeit und der Revolution bis zur Unabhängigkeit die Grundlage des Dramas bilden.

Indonesisch mit englischen Untertiteln, 115 Minuten

Eintritt: 6,50 / erm. 5,00 Euro

Einführung und Moderation: Karl Mertes, Deutsch-Indonesische Gesellschaft
Diskussion mit Gerhard Kuhn, AK Indonesien im Eine Welt Forum Aachen

Informationen zu der gesamten Filmreihe “Südostasien auf der Leinwand – Streben nach Unabhängigkeit” mit Beiträgen auch aus Kambodscha und Osttimor im Juni hier in der PDF!

Nachbericht des Asienhauses von Tristan Brömsen

Lesung und Diskussion mit Agus R. Sarjono

Montag, 15. Juni 2015, 19:00 Uhr
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Offener Treff Melchiorstraße 3, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz)

Indonesien ist bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (14. – 18. Oktober 2015) als Ehrengast präsent, also ein Anlass, sich mit zeitgenössischer Literatur aus dem Land der 17.000 Inseln zu befassen.

AGUS R. SARJONO (*1962) ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen indonesischen Schriftsteller. Er  ist Lyriker, Verfasser von Kurzgeschichten und Schauspielen,  außerdem auch Verleger, Literaturkritiker und Literaturübersetzer. Von 2003  bis 2006 war  er Programmdirektor des Kunstrates der Stadt Jakarta.

© Bitra (bicara | kontrib)

© Bitra (bicara | kontrib)

Gemeinsam mit Berthold Damshäuser ist er Herausgeber der „Seri Puisi Jerman” (Reihe deutscher Lyrik in indonesischer Übersetzung). Er ist zudem Herausgeber des Lyrikmagazins Jurnal Sajak und einer Zeitschrift für Literaturkritik (Jurnal Kritik). Eine Sammlung seiner Gedichte in deutscher Übersetzung erschien 2002 beim Galrev-Verlag Berlin unter dem Titel Frische Knochen aus Banyuwangi. Er hat Deutschland viele Male besucht, war unter anderem „Writer in residence“ im Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich und ist auch schon bei der DIG aufgetreten. Zurzeit ist er Gast im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf in Brandenburg.

Neben neuen Texten wird der Dichter auch erläutern, wie es – gemeinsam mit Berthold Damshäuser – zu der Sonderausgabe in deutscher Sprache des Lyrikmagazins Jurnal Sajak gekommen ist, einer außerordentlichen Darstellung moderner indonesischer Dichtung im Vorfeld der Buchmesse. In diesem Zusammenhang wird auch die Erwartung an dieses international renommierte Ereignis thematisiert werden.

Eintritt frei

Kontakt: mertes@dig-koeln.de

NEGERI TANPA TELINGA – LAND OHNE OHREN – OmeU, 110 Minuten, 2014

Filmpräsentation mit Publikumsgespräch mit Lola Amaria

Regisseurin und Produzentin von NEGERI TANPA TELINGA                                                       (zuletzt am 16. Dezember 2014 in Köln zu Gast mit „Sanubari Jakarta“)

Freitag, 20. Februar 2015, 20:00 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln – Kinoraum
Eintritt 5,- Euro, Reservierung:  mail@dig-koeln.de


Nach dem Sturz von Suharto (1998) wird gute Regierungsführung zum Schlüsselwort des neuen Indonesiens. Die Presse wirbelt Korruptionsfälle, Sexskandale und gegenseitige Angriffe zwischen staatlichen Institutionen auf, so dass einem Hören und Sehen vergehen kann. Die satirische Komödie erzählt von Menschen in der Politik, die letztlich von den widerstreitenden Interessen der Mächtigen verschlungen werden.

Kurzinhalt  Land ohne Ohren

Naga empfindet auf einmal, dass sein Leben nicht mehr schön und erträglich ist. Auch wenn sein Beruf als Masseur von ihm verlangt, dass er Kranke von ihren Schmerzen befreit, geht er zu Dr. Sangkala. Er bittet seinen Arzt und Freund sein Trommelfell zu zerstören, damit er die Stimmen, die ihm weh tun, nicht mehr hören muss. Denn die Amal Syurga Partei plant eine große Verschwörung: Der Vorsitzende der Partei Ustad Etawa versucht zusammen mit einem Fleischimporteur Staatsgelder zu Gunsten seiner Partei zu manipulieren. Der Plan wird sorgfältig geschmiedet; die Aktivitäten der Partei, die religiöse Symbole trägt, entsprechen aber nicht dem Benehmen der Partei-Bosse.

Die Partei Martobat ist der legitime Unterstützer der Politik in Indonesien. Deren Vorsitzender Piton hat große Ambitionen Präsident zu werden. Für sein Ziel versucht er, soviel Geld wie möglich aufzutreiben und nutzt auch seinen Einfluss im Parlament, unterstützt von seinem Parteifreund Joko Ringkik. Piton setzt auch auf Tikis Quita, eine Lobbyistin, die Zugang  zu allen Gruppen im Parlament hat.

Kapak, die Kommission zur Korruptionsbekämpfung, beobachtet all diese Verschwörungen und faulen Pläne der beiden großen Parteien und hat bereits von den Aktivitäten der Parteioberen Wind bekommen, so auch die Fernsehstation Televisi 9. Piton sieht sich mit den Untersuchungen von Kapak konfrontiert. Zunächst denkt er, dass Tikis Quita hier eine entscheidende Rolle gespielt hat. Später erfährt er jedoch, dass Journalisten Interna ausgeplappert hatten; Piton hat nämlich eine enge Beziehung zu einer Reporterin.

Es sind die Ohren von Naga, die alle Gespräche und Besprechungen gehört haben; als Masseur hat er Unterredungen der wichtigen Leute mitbekommen: Wie sie ihre faulen Transaktionen betätigen, die Klagen von Piton, die ansonsten nie gehört wurden, auch nicht von dessen Ehefrau. Diese Gespräche widern Naga an. Die Ohren sind wichtig zum Denken und für ein ungetrübtes Gewissen. Aber sie werden zu einem Leiden verursachenden Sinnesorgan, wenn man eine Wahrheit hört, die man nicht mit seinem Gewissen in Einklang bringen kann.

Eine Persiflage des Politikgeschäfts in Indonesien als kritischer Kommentar zu den oft fragwürdigen und schmutzigen Aktivitäten zum Machterwerb oder auch Machterhalt.

Lola Amaria

1977 in Jakarta geboren, ist als Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin eine populäre und vielseitige Filmemacherin Indonesiens. Wenn sie anfangs unterhaltsame Rollen in Fernsehserien und Filmen spielte, wendet sie sich inzwischensozial- und zeitkritischen Themen zu. In diesem Jahr ist sie zur Berlinale eingeladen und nach einem Besuch im letzten Dezember jetzt mit ihrem letzten großen Spielfilm erneut in Köln

© Foto Lola Amaria Produktion

© Foto Lola Amaria Produktion

Eine Veranstaltung der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft, Köln, mit freundlicher Unterstützung von LADOC.

Kontakt: mertes@dig-koeln.de

Neue Literatur aus Indonesien  –  Lesung mit Ayu Utami

Montag, 26. Januar 2015, 19:30 Uhr

Rautenrauch-Joest-Museum, Bibliothek, Cäcilienstraße 29, 50667 Köln 

Bitte Eingang Leonhard-Tietz-Straße 10, 50676 Köln nutzen.
Eintritt 6,- € / ermäßigt 4,- €


Indonesien ist 2015 Ehrengast und Partnerland der Buchmesse Frankfurt. Im Vorfeld gibt es eine Lesung aus Ayu Utamis ersten in Deutsch veröffentlichten Roman Saman und dem im Sommer erscheinenden neuen Roman Larung (beide im Horlemann-Verlag, Berlin).

Außerdem erläutert der Übersetzer Peter Sternagel seine Erfahrungen mit der Textarbeit.
Die 1968 in Bogor geborene Ayu Utami ist die wohl bekannteste zeitgenössische Schriftstellerin Indonesiens. Sie veröffentlicht Romane, Kurzgeschichten und journalistische Beiträge für verschiedene indonesische Magazine. In ihrem erster Roman Saman gibt sich die Autorin betont politisch und gewann zahlreiche Literaturpreise – nicht zuletzt aufgrund ihres offenen Umgangs mit gesellschaftlichen Tabus wie der Ausgrenzung und Diskriminierung religiöser, bzw. ethnischer Minderheiten als auch der Problematisierung traditioneller Rollenzuweisungen in der patriarchalischen Gesellschaft Indonesiens. In ständig wechselnden Erzählperspektiven und mittels der Zwischenschaltung von Traumsequenzen und alter indonesischer Mythen, erzählt der Roman von dem erstrebten politischen Wandel Indonesiens.

Sie ist aktiv in der politisch engagierten Künstlervereinigung „Utan Kayu“ in Jakarta und in deren Kulturmagazin „Kalam“.
“Die Geschichte vom Titelhelden Saman ist derart packend geschrieben, dass sich dem manchmal geradezu mythischen Bann der Ereignisse wohl niemand entziehen kann. […] Die Autorin scheut sich auch nicht, Tabuthemen im damaligen Indonesien aufzugreifen, über Sexualität und im Besonderen weibliche Sexualität zu schreiben. Die Handlungsstränge des Romans sind sehr kunstvoll, doch auch vielschichtig”, urteilt das Südwind Magazin.

Ihr demnächst in deutscher Übersetzung – als Fortsetzung von Saman – vorliegender Roman Larung erschien 2001. Dessen Thema ist die Aufarbeitung des Traumas der Jahre 19965/66, als Hundertausende von Kommunisten und vermeintlicher Sympathisanten Opfer willkürlicher Verfolgungen wurden, und die Unruhen in Jakarta 1998, die schließlich zum Ende des Suhartoregimes führten. Darin abermals verflochten sind die Lebensläufe der vier selbstbewussten Frauen, die der Leser bereits aus Saman kennt.
In den Folgejahren hat sie noch zehn weitere Romane und Essays publiziert.
Peter Sternagel war lange Jahre für das Goethe-Institut in Indonesien, zuletzt als Institutsleiter in Bandung. Er hat außer den genannten Werken von Ayu Utami Romane von Umar Kayam und Andrea Hirata übersetzt. Er lebt in Berlin.
Die Veranstaltung wird freundlicherweise von der Botschaft der Republik Indonesien und Litprom | Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. unterstützt.

 

Ayu Utami (Foto Karel Steenrbink)

Ayu Utami (Foto Karel Steenrbink)

Kontakt: mertes@dig-koeln.de

Termine 2014

Dienstag, 16. Dezember 2014, 19:30 Uhr

Film SANUBARI JAKARTA (Jakarta Deep Down)

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln
Kinosaal, Eintritt 5,00 EUR
90 Min, OmengU

Filmpräsentation und Publikumsgespräch
„Sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten in Indonesien“
Gäste LOLA AMARIA, DÉDÉ OETOMO, KLAUS JETZ

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© Sanubari Jakarta (Jakarta Deep Down):Foto Lola Amaria Produktion

Die Rechte von Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen (abgekürzt LGBTI) Menschen sind bis heute weltweit eingeschränkt. In Indonesien kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Übergriffen und auch Morden wegen sexueller Orientierung, die nicht den Mehrheitsnormen entspricht. Der in diesem Jahr neu gewählte Präsident der Republik Indonesien Joko Widodo verspricht eine „mentale Revolution“, die das in vielen Widersprüchen stehende Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung in eine gesicherte Zukunft führen soll: Fragen der Menschenrechte – auch der Frauenrechte – ebenso wie die Rechte von Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung werden mit neuem Elan angegangen. Dem steht eine neue Verordnung der Provinz Aceh entgegen; danach wird gleichgeschlechtlicher Sex mit 100 Peitschenhieben bestraft. Der Kampf für ein Gesetz, gleichgeschlechtliche Ehen zu legalisieren, ist aktueller als je zuvor.

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© Sanubari Jakarta (Jakarta Deep Down):Foto Lola Amaria Produktion

Aus Anlass des Internationalen Tag der Menschenrechte der UN am 10. Dezember präsentiert ein Zusammenschluss von Kölner Institutionen, allen voran der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), die Stiftung Asienhaus, Feminale e.V., auf Initiative der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft eine Filmveranstaltung mit anschließender Diskussion zur aktuellen Situation der Menschenrechte mit der Regisseurin von Sanubari Jakarta, Lola Amaria und dem Aktivisten Dédé Oetomo, Gründer und Vorstand von Gaya Nusantara und Klaus Jetz, Geschäftsführer des LSVD.

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© Sanubari Jakarta (Jakarta Deep Down):Foto Lola Amaria Produktion

Sanubari Jakarta (Jakarta Deep Down) wurde von der international bekannten Schauspielerin und Regisseurin Lola Amaria als Omnibus-Film produziert: Neun RegisseurInnen, darunter auch Lola Amaria, sowie die Schauspielerinnen Dinda Kanya Dewi und Kirana Larasati, beschreiben in den Kurzfilmen die komplexen und vielschichtigen Probleme von LGBTI-Menschen im heutigen Indonesien. Darum geht es auch bei der Diskussion am 16.12 mit Lola Amaria und dem Aktivisten Dédé Oetomo, Gründer und Vorstand von Gaya Nusantara und Klaus Jetz, Geschäftsführer des LSVD.
Begrüßung Karl Mertes (DIG), Moderation Carla Despineux (Feminale e.V.), Johanna Lein (Watch Indonesia!).

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Lola Amaria (© Sanubari Jakarta (Jakarta Deep Down):Foto Lola Amaria Produktion)

Kasse geöffnet ab 18:30 Uhr, limitierte Plätze, Reservierung unter Fax: 0221-728611, E-Mail: elfriede.schmitt@gmx.biz
Abholung Reservierungen am 16.12. ab 18:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Eine Kooperationsveranstaltung der DIG und Watch Indonesia! mit LSVD und Hirschfeld Eddy Stiftung, Stiftung Asienhaus, Feminale e.V.. Gefördert von Hannchen Mehrzweckstiftung, Stadt Köln, Land NRW. Dank an büro elfriede schmitt, choices, tanmedia und LaDOC.

 


 

Donnerstag, 6. November 2014, ab 19:00 Uhr

M I T   K U N S T   G E G E N   G E W A L T

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße, Köln (Nähe Ebertplatz)

 

Deutsch-Indonesische Gesellschaft e.V. / DIG
Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen / NUR

Eine Gruppe indonesischer Künstlerinnen und Künstler engagiert sich seit Jahren      – von Sumatra im Westen bis nach Papua im Osten des Archipels – auf unterschiedliche Art und Weise gegen Gewalt. Das sind konkrete grass root-Initiativen, vor allem mit Frauen, deren Traumata bearbeitet werden. Dafür  steht das indonesische Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen / NUR.
Frauen sind vielfältige Opfer willkürlicher Gewalt – sowohl in kriegerischen Auseinandersetzungen als auch bei häuslichen Konflikten, unter ökonomischen, politischen oder religiösen Vorzeichen.
In Indonesien bemüht sich seit 1999 das Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen durch partizipative Theaterarbeit um marginalisierte Frauengruppen. In Schreibwerkstätten und mit selbstinszenierten Theateraufführungen wird zunächst den mitwirkenden Frauen eine Reflexion und Analyse ihrer Situation ermöglicht, die dann in öffentliche Bühnenaufführungen münden, in denen sie ihre aktuelle Lage thematisieren. Diese jeweils mehrmonatigen Prozesse sensibilisieren die Frauen zu einer Überprüfung der Ursachen und Konsequenzen mit staatlicher sowie privater Gewaltanwendung.
Die Aufführungen der gemeinsam erarbeiteten Stücke finden zunächst in der nachbarschaftlichen oder regionalen Umgebung statt; in vielen Fällen konnten auch Vorstellungen in der Hauptstadt Jakarta organisiert werden. Gespielt wurde in Kunst- und Kulturzentren, Universitäten, Theaterakademien, im Büro der Nationalen Menschenrechtsorganisation, in Schulen, Bürgerzentren und auf öffentlichen Plätzen.
An der Erarbeitung der jeweiligen Stücke wirken neben der Regisseurin Lena Simanjuntak und der Schriftstellerin und Journalistin Dorothea Rosa Herliany noch Psychologen, Sozialarbeiter, Mediziner, Pädagogen, Juristen mit.
Um einen Einblick in diese Arbeit gewinnen zu können, wird an Hand einer kurzen Filmdokumentation und durch Erläuterungen der Verantwortlichen sowie Gespräche aufgezeigt, was die Themen der einzelnen Projekte waren, welche Effekte erzielt werden konnten und welche Perspektiven solche Initiativen haben können.
Neben Lena Simanjuntak und Dorothea Rosa Herliany, die einen Überblick der gesamten Arbeit von NUR geben, sind Vertreterinnen des Orchide Teater-Papua eingeladen, um konkrete Erfahrungen zu schildern.
In einem Referat von Dr. Susanna Smolenski, Ehrenwallsche Klinik – Ahrweiler, und Gesprächen mit Karin Griese, medica mondiale, werden die Voraussetzungen und Wirkungen dieser Art von Trauma-Bewältigung erörtert.

Gegen Gewalt

Entwurf Programmablauf

Begrüßung
Karl Mertes

Rezitation
Dorothea Rosa Herliany

Dokumentarfilm (ca.17 Minuten)
Frauen-Theaterarbeit in Indonesien    (Herri Ketaren)

ca. 19:30 Uhr Zielsetzungen und Aktivitäten von NUR
Karin Griese von medica mondiale im Gespräch mit Dorothea Rosa Herliany und Lena Simanjuntak, Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen

Die Bedeutung von Kreativität bei der Bewältigung psychischer Folgen von Gewalt
Dr. Susanna Smolenski, Dr. von Ehrenwall’sche Klinik, Ahrweiler

Stichworte zu Papua
Karl Mertes

Erfahrungen mit der Theaterarbeit
Karin Griese im Gespräch mit Vertreterinnen des Orchide Teater

ca. 20.45 Uhr  Rezitation
Dorothea Rosa Herliany

Kontakt: Karl Mertes (0221 – 73 28 056 / mertes@dig-koeln.de)

In Kooperation mit:

+logo fns    nur    nur


 

Samstag, 18. Oktober 2014, 14:00 Uhr

Kampung Köln (mit Kulturklüngel)

Stadtspaziergang zu indonesischen Themen

Treffpunkt: Galerie Smend / Anmeldung unter www.grenzgang.de

Weitere Informationen hier online!

 


 

Samstag, 27. September 2014, ab 11:00 Uhr

Indonesientag

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße, Köln (Nähe Ebertplatz)

Pasar Senggol und Rahmenprogramm
ab 11:00 Uhr            Pasar Senggol – auf dem Hof
Angebote an verschiedenen Imbissständen, Kunsthandwerk, Bücher, Textilien

13:00 – 15:00 Uhr  15 Jahre Reformasi – im Saal

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung  bezieht sich auf die indonesische Reformpolitik ab 1998 nach dem Wechsel der so genannten Neuen Ordnung der langjährigen Präsidentschaft Soehartos.
Fragen der Meinungsfreiheit, der uneingeschränkten Religionsausübung und vor allem der zu erwartenden Entwicklung nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr werden erörtert:

– Prof. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Erlangen,  zum Interreligiösen Dialog
– Ingo Wandelt, Südostasienwissenschaftler, Köln, zu Sicherheitsfragen
– Hok An, IMBAS, Frankfurt, zur wirtschaftlichen Entwicklung
– Michaela Haug, Ethnologin, Köln, zur Dezentralisierung in Kalimantan
– Anett Keller, Journalistin, Bremen, zur aktuellen Situation nach den Wahlen

[ mit Stiftung Asienhaus ]

15:00 Uhr Tänze und Musik – auf dem Hof

16:00 – 17:30 Buchmesse 2015 (mit Indonesien als Ehrengast) – im Saal

Indonesien hat als Ehrengast in Frankfurt die Gelegenheit, dem internationalen Publikum die Reichhaltigkeit seiner Literatur vorzustellen. Zur ersten Information verhelfen einige Beiträge:

– Berthold Damshäuser, Uni Bonn: Literaturen Indonesiens

Indonesien ist eine literarische Schatzkammer. Es verfügt über vielfältige Literaturen in mehr als hundert verschiedenen Sprachen. Neben mündlich tradierten existieren bedeutende schriftsprachliche klassische Literaturen, zum Beispiel die malaiische sowie die javanische, deren Werken zum Teil weltliterarischer Rang zugestanden werden kann. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist in Indonesien eine moderne in malaio-indonesischer Sprache verfasste Nationalliteratur entstanden, die insbesondere auf dem Gebiet der Lyrik und der erzählende Prosa Meisterwerke hervorgebracht hat.
Der Vortrag von Berthold Damshäuser liefert eine Einführung in die literarische Vielfalt Indonesiens von der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen, zur Diskussion.

– Sabine Müller / Edith Koesoemawiria, litrantara, Köln: Konzepte für Übersetzungsprogramme

– Dorothea Rosa Herliany, Magelang: Rezitation, Lesung eigener Lyrik

Download des Programms als PDF

Nachbericht im Kölner Stadtanzeiger

 


 

Donnerstag,  4. September 2014, 19:30 Uhr

Filmvorführung und Gespräch mit dem Filmemacher
Jakarta Disorder

Filmhaus Köln, Maybachstraße 111, 50670 Köln, Eintritt 6,50 €uro, ermäßigt 5,- €uro
Dokumentarfilm von Ascan Breuer, Österreich / Indonesien, 2013, 89 Minuten

BreuerEin aktueller Film von  A s c a n   B r e u e r, der anwesend ist. Geboren in Hamburg, lebt und arbeitet er in Wien, Köln und Berlin als Filmemacher, Sozial-  Kulturwissenschaftler, studierte an der Universität Wien sowie  an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln.
Im Herzen der indonesischen Megacity Jakarta sollen über Jahrzehnte gewachsene Slumsiedlungen einem gigantischen Wohnbauprojekt weichen. Für deren Bewohner/innen wird die städtebauliche Entwicklung zur Existenzfrage. Zwei Frauen proben den Widerstand gegen lokale Gesetzeswillkür. Sie postulieren die Teilhabe an jener Freiheit, die Indonesiens noch junge Demokratie verheißt, der armen Bevölkerungsmehrheit aber bis dato verwehrt worden ist. (Katalogtext Diagonale 2013)

Dort, wo diese städtebaulichen Utopien Wirklichkeit werden sollen, liegt auch der Slum von Großmutter Dela: Wie ein markanter Gegenpol zu den umliegenden im Bau befindlichen Wolkenkratzern, Symbole eines Aufschwungs, an dem ein Großteil der Bevölkerung Indonesiens nicht teilhaben wird. Mit Unterstützung von Wardah Hafidz, der Chefkoordinatorin des „Urban Poor Consortiums“, beschließt Oma Dela,  sich der fragwürdigen Entwicklung entgegenzustellen.
Ascan Breuer wählt die zunehmende soziale Unvereinbarkeit von Slumrealität und marktwirtschaft-lichem Wachstum als Ausgangspunkt für eine kritische Auseinandersetzung mit der ehemaligen Heimat seiner Mutter. Was er davon habe, dass er jetzt für die Menschen in Europa gefilmt werde, wendet sich ein Kampung-Bewohner direkt in die Kamera: „Mit einem Film ist niemand geholfen.“
Die Auseinandersetzungen münden 2013 in Begegnungen mit Joko Widodo, dem damals neuen Gouverneur von Jakarta, der im Juli 2014 neugewählter Präsident Indonesiens geworden ist.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft, der Melanchton-Akademie, der Stiftung Asienhaus.
Im Anschluss an die Vorführung steht der Filmemacher Ascan Breuer zur Diskussion bereit.

Jakarta Disorder

Kurztext zur Ankündigung

Jakarta Disorder
Dokumentarfilm von Ascan Breuer

Donnerstag, 4. September 2014, 19.30 Uhr
Filmhaus, Maybachstraße 111, 50670 Köln, Eintritt 6,50 €uro, ermäßigt 5,- €uro

In der indonesischen Hauptstadt Jakarta, mit nahezu 10 Mio Einwohnern, sollen über Jahrzehnte gewachsene Slumsiedlungen einem gigantischen Wohnbauprojekt weichen. Für deren Bewohner/innen wird die städtebauliche Entwicklung zur Existenzfrage. Zwei Frauen proben den Widerstand gegen die lokale Gesetzeswillkür. Sie postulieren die Teilhabe an jener Freiheit, die Indonesiens noch junge Demokratie verheißt, der armen Bevölkerungs-mehrheit aber bis dato verwehrt worden ist.

Filmvorführung und Gespräch mit dem Filmemacher.

Kooperation Deutsch-Indonesische Gesellschaft, Melanchthon-Akademie, Stiftung Asienhaus

Das Programm als PDF

Besprechung bei Radio Köln

Links:

Nachbericht auf WDR3

 


 

Mittwoch, den 25. Juni 2014, 19:00 Uhr

Moderne Musik-Band aus Bali auf Tour

Galerie Smend, Mainzer Straße 37, 50679 Köln – Südstadt

N O S S T R E S S  – Protestsongs aus BaliSeit Jahren macht eine balinesische Folk-Pop-Band auf sich aufmerksam, nicht nur weil sie gute Musik spielt, sondern diese auch mit aufrüttelnden und kritischen Texten verbindet. Sie nennt sich „nos stress“ – sprich „unser Stress“ – und macht so ihre Einstellung schon mit ihrem Namen deutlich. Die Gruppe richtet ihren Blick auf Dinge, bei denen andere wegschauen.
2008 in Bali gegründet, tragen die drei jungen Männer – Cokorda Bagus Pemayun, Nyoman Angga und Guna Warma Kupit – Pop, Folk und Blues vor. Es sind Songs und lyrische Texte über ihren Alltag und soziale Probleme, denn immer mehr Bäume und Felder müssen in Bali Hotels und touristischen Anlagen weichen. Sie singen, wie nicht nur Land, aber auch die Identität Balis ausverkauft wird und wie Balinesen zu Marionetten der Geschäftemacher werden . . .
Nach erfolgreichen Auftritten in Hamburg, Hannover, Berlin und Mannheim, kommt die Gruppe im Rahmen einer Deutschland-Tournee für einen Abend nach Köln.

nostress

Nachtrag: Der Kölner Stadt Anzeiger hat einen lesenswerten Bericht zum Event veröffentlicht.

Links:

 


 

Samstag, 10. Mai, ab 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Samstag, 1. Juni ab 10:00 Uhr

Internationales und interkulturelles Fest in Bonn

(Einzelheiten zum Programm folgen)

Donnerstag, 15. Mai, 19:00 Uhr

Traditionelles Jahresessen

Haus Java, Am Rinkenpfuhl 57, 50676 Köln
Bitte telefonische Anmeldung bis zum 9. Mai unter 0221 246 421

 


 

Samstag, 10. Mai, ab 10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Europa und Asien – 2. Asientag zum Thema „Europa und Asien: Wachstum – Menschenrechte –
Solidarität“

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln

Die Veranstaltung

Die beschleunigte Entwicklung in vielen asiatischen Ländern geht mit zahlreichen Konflikten einher – alten und neuen. Dazu gehören Ressourcenkonflikte, die vielerorts mit
Menschenrechtsverletzungen, wie Landnahme und Vertreibung korrelieren. In Kambodscha protestieren TextilarbeiterInnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen. Politische Konflikte eskalieren in Thailand (‚Rot’ gegen ‚Gelb’), in Myanmar kommt es zu Übergriffen gegen die Rohingya – vielerorts zu einem Aufschwung fundamentalistischer Bewegungen oder Parteien. Eine (sic!) der Brennpunkte sind Wahlen – in Thailand, Indien, 2015 in Myanmar – und damit die Frage der Demokratie. Gleichzeitig versucht die EU, sich mit Handels- und Investitionsabkommen größeren Einfluss auf Märkte und Rohstoffe zu verschaffen.Mitten drin: zivilgesellschaftliche Organisationen, soziale Bewegungen und politische
Gruppen, die sich auf solche Veränderungen und neuen Konstellationen einstellen müssen.
Frage dabei ist auch, ob sie noch richtig aufgestellt sind, um Einfluss zu nehmen, ob sie
durch Runde Tische vereinnahmt werden, ob sie gegenüber der Privatwirtschaft als
Entwicklungspartner in den Hintergrund gedrängt werden, …. Das gilt auch für uns hier
in Europa – viele Vorstellungen und Ansätze sind möglicherweise nicht mehr adäquat.
Entstehen neue Formen von Engagement, Solidarität und politischer Arbeit, neue Allianzen, …?Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Ansichten und Erfahrungen in die Diskussionen einzubringen!Monika Schlicher, Stiftung Asienhaus
Jan Pingel, philippinenbüro
Genia Findeisen, Südostasien-Informationsstelle

Programm

Begrüßung 10:30 Klaus Schreiner, Vorsitzender der Stiftung Asienhaus
Eröffnungsrede 11:00 Theodor Rathgeber, Forum Menschenrechte
Themenblock 12:00 Vorträge, Inputs & Diskussionen

Mittagspause 13:00 Köstlichkeiten aus Indonesien

Themenblock 14:00 Workshops, Filmvorführung, Inputs & Diskussionen
Kaffeepause 15:30
Schlussdiskussion 16:00 Herausforderungen für soziale Bewegungen,
Umwelt- und Entwicklungsorganisationen.

Rahmenprogramm

„Den Mutigen eine Stimme geben“
Ausstellung der Südostasien-Informationsstelle zu Medien- und Pressefreiheit in Südostasien.

Im Eingangsbereich, 12 – 13 Uhr Führung und Diskussion.
Markt der Möglichkeiten: NGOs stellen ihre Arbeit vor:
Asian Social Business Community ASBC e.V. , Babaylan – Philippine Women’s Network in
Europe, Deutsch-Indonesische Gesellschaft Köln, Deutsch-Nepalische Gesell-schaft, Deutsche-Osttimor Gesellschaft, Korea-Verband, Pazifik-Netzwerk, Philippinenbüro,
Powershift, Südasien-Büro, Südostasien-Informationsstelle, Stiftung Asienhaus mit
Burma-Initiative & China-Programm, West-Papua Netzwerk.

Themenblock 12-13 Uhr

Palmölkampagnen und transnationale Solidarität – Podium
Umweltgruppen konnten erfolgreich Umweltzerstörung und Landkonflikte thematisieren, die mit der Expansion von Palmöl, insbesondere in Indonesien, zusammenhängen. Das Podium problematisiert den bisherigen Fokus auf Konsumentenkampagnen und die Reaktion der Industrie, die mit dem “Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl” (RSPO) zertifiziertes Palmöl auf den Markt bringt.

Stefanie Hess, Robin Wood, Hamburg
Saurlin Siagian, Hutan Rakyat Institut, Indonesien
Oliver Pye, Universität Bonn & Stiftung Asienhaus

Freihandelsabkommen mit Asien: Wer verdient an der Wachstumsdroge? – Podium
Ein immer dichter werdendes Netz an bilateralen Freihandelsabkommen umspannt Europa und Asien und zementiert eine Liberalisierungs- und Privatisierungspolitik.
Investitionsschutzabkommen für Unternehmen, die ihnen Klagen gegen Staaten erlauben,
bedrängen politischen Gestaltungsraum der Regierungen. Vorgestellt werden Beispiele aus
Europa (TTIP), Thailand und Myanmar.

Jürgen Maier, Forum Umwelt und Entwicklung
Niyada Kiatying-Angsulee, FTA-Watch, Thailand
Wolfram Schaffar, Universität Wien & Stiftung Asienhaus

Die Gier nach Rohstoffen: Ausbeutung in Papua-Neuguinea, Rohstoffsicherung für Deutschland und zivilgesellschaftliche Antworten
Der Workshop thematisiert den Rohstoffboom selbst, sowie die verheerenden Folgen für
Bevölkerung und Umwelt. Zudem steht der unregulierte Tiefseebergbau im Fokus. Wie lässt
sich der globale Wettlauf um die natürlichen Ressourcen kontrollieren? Welche Strategien
verfolgen BRD oder EU? Welche Kritik äußern NGOs?

Roland Seib, Pazifik-Netzwerk
Michael Reckordt, Powershift

Ausbeuterische Arbeitsverhältnisse in der Textilindustrie in Kambodscha & Bangladesch
Weltweite Handelsunternehmen machen mit unserer Mode Millionengeschäfte. AktivistInnen in Süd und Nord kämpfen für die Einhaltung von arbeitsrechtlichen Mindeststandards. Wie können VerbraucherInnen aktiv werden?

Christiane Schnura, Kampagne für ‚saubere‘ Kleidung „Den Mutigen eine Stimme geben“
Vortrag und Führung durch die Ausstellung zu Medien- und Meinungsfreiheit in Südostasien.
Genia Findeisen, Südostasien-Informationsstelle im Asienhaus

Themenblock 14-15.30 Uhr

Palmölkampagnen und transnationale Solidarität – Workshop
Im Ideenworkshop werden über mögliche Solidaritätsformen nachgedacht, die über
Konsumentenentscheidungen hinaus gehen, und es werden konkrete Ideen für neue
transnationale Kampagnen entwickelt, die die räumlichen Dynamiken des Palmölbooms und die Arbeiterproteste gegen den RSPO im Blick haben.

Stefanie Hess, Robin Wood, Hamburg
Saurlin Siagian, Hutan Rakyat Institut, Indonesien
Oliver Pye, Universität Bonn & Stiftung Asienhaus

Freihandelsabkommen mit Asien: Wer verdient an der Wachstumsdroge? – Workshop
Im zweiten Teil des Workshops diskutieren wir, welche Akteure in der Auseinandersetzung um Freihandels- und Investitionsverträge involviert sind, wo sich bereits Widerstand formiert und welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Gruppen in Europa und Asien bestehen.

Jürgen Maier, Forum Umwelt und Entwicklung
Niyada Kiatying-Angsulee, FTA-Watch, Thailand
Wolfram Schaffar, Universität Wien & Stiftung Asienhaus

Umkämpfte Demokratie: Myanmar, Indien und Südkorea
Wie in Thailand spitzen sich in mehreren asiatischen Länder (sic!) politische Konflikte
zu. Dabei gewinnen sowohl autoritäre und religiös fundierte Organisationen oder Parteien
als auch neue politische Bewegungen an Bedeutung.

Gerhard Klas, Publizist und Südasien-Experte
Christina Grein, Burma Initiative der Stiftung Asienhaus
Kim Dongchun, Professor für Soziologie, Seoul Uwe Hoering, Stiftung Asienhaus, Moderator

Klimagerechtigkeit braucht globales Handeln!
Der Klimawandel verstärkt die Folgen von Taifunen massiv.Länder, die die Hauptverantwortung an der Erderwärmung tragen, sind gefordert global für die Folgen und Schäden einzustehen. Was sind die (sozialen) Folgen des Klimawandels in den Philippinen und welche Forderungen stellt die Klima-Gerechtigkeitsbewegung im Land?

Jan Pingel, philippinenbüro im Asienhaus

„Waking the Green Tiger“ (Chin. Film mit englischen Untertiteln)
Aktivisten in China stoppen Großstaudammprojekt: Dokumentation über den Beginn der
Umweltbewegung in China.

Nora Sausmikat, China-Programm der Stiftung Asienhaus

Ihre Teilnahme

Wann? Wo?
10.05.2014 Alte Feuerwache
10 – 17 Uhr Melchiorstr. 3, 50670 Köln
Teilnahmebeitrag: 10 Euro / 5 Euro ermäßigt
Anmeldung bis 6. Mai 2014 per E-Mail an
anmeldung-asientag2014@asienhaus.de
oder rufen Sie an unter: 0221/716121-11 oder –13.

Anreise
Es empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bahn-Linien 5, 12, 15, 16, 18 (bis Ebertplatz, 5 Gehminuten)
Bus-Linien 140, 148 (bis Krefelder Wall oder Ebertplatz,
5 Gehminuten)
S-Bahn S6, S11, S12, S13
Regionalbahn RB 25 (bis Hansaring, 5 Gehminuten)
Es gibt keine Parkplätze in der Umgebung der Alten Feuerwache!

 

Weitere Informationen im Programmflyer (PDF)

 


 

Donnerstag, 10. April, 15:00 Uhr

Besuch Deutsche Welle – Asien Magazine, Bonn

Das frühere Indonesische Programm der DW gibt es nicht mehr. Statt des klassischen Radioprogramms werden via Internet fortlaufend Informationen produziert.
Wir haben Gelegenheit, mit der Redaktion und dem Leiter Grahame Lucas zu reden und die neue Arbeitsweise und deren Zielsetzung kennenzulernen.

Anmeldungen bitte bis zum 2. April unter mertes@dig-koeln.de oder telefonisch 0221 – 73 28 056

 


 

Donnerstag, 3. April, 19:30 Uhr

Panji-Kultur: Wir folgen dem Kappenmann zum kulturellen Erbe Javas

Galerie Smend, Mainzer Straße 31, 50678 Köln (Südstadt)
Vortrag von Dr. Lydia Kieven

panji
Panji, der Prinz mit einer Kappe als Kopfbedeckung, taucht in Reliefs an altjavanischen Tempelbauten auf.
Seit einigen Jahren schon ist er aus der steinernen Vergessenheit heraus getreten und erfährt eine enorme Revitalisierung vor allem in Ostjava: Im Maskentanz wayang topeng, im Bildrollendrama wayang beber, in modernen Kreationen von Tanz, Theater und Schattenspiel spielt die Liebesgeschichte um den Prinzen Panji und die Prinzessin Candrakirana die Hauptrolle. Diese aus Java stammenden Panji-Geschichten wurden während alter Zeit sogar bis auf das südostasiatische Festland in Ländern wie Kambodscha und Thailand verbreitet. Initiiert vom Umwelt- und Kulturaktivisten Suryo Wardhoyo im Jahre 2004, ist innerhalb der letzten 10 Jahre die ‚Budaya Panji‘ / Panji-Kultur zu einem feststehenden Begriff in der ostjavanischen Kulturszene geworden. Panji wurde als Träger eines immensen Potentials in der Vermittlung und Entwicklung eines Bewusstseins kultureller Identität erkannt, sei es im Bereich von Kunst, Geschichte, Umweltthemen, Mystik. Der Vortrag beleuchtet die Themen der Panji-Kultur, und insbesondere spürt er den Perspektiven und dem Potential der ‚Panji-Bewegung‘ innerhalb aktueller Entwicklungen von Globalisierung, Arabisierung sowie dem Umgang mit dem eigenen kulturellen Erbe im heutigen Java nach.

Die Referentin ist Verfasserin des Buches Following the cap-figure in Majapahit temple reliefs, 2013, Brill-Verlag.

 


 

Donnerstag, 3. April, 19:00 Uhr

Mitgliederversammlung der DIG

(gesonderte Einladung folgt)

 

Sonntag, 16. März, ab 10:00 Uhr

Südostasien-Tag (mit Schwerpunkt Philippinen)

Rautenstrauch-Joest.Museum / Kulturen der Welt
Cäcilienstraße, Nähe Neumarkt, Köln
Umfassendes Programm als PDF

Webseite des Rautenstrauch-Joest-Museums

 


 

Donnerstag, 6. März, 19:30 Uhr

Geschäfte mit und in Indonesien

Gespräch mit Herrn Warman Nursin Kaning und Frau Yurik Warman Nasrun – Notare aus Jakarta
Alte Feuerwache, 50670 Köln, Melchiorstraße 3, Offener Treff (neben dem Info-Büro)

Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Schutz ausländischer Investitionen in Indonesien für Geschäftsabschlüsse werden erörtert: Welche Voraussetzungen und juristische Schritte sind zu bedenken, wenn man sich in Indonesien engagieren möchte.

 

Termine 2013

Samstag, 30. November 2013, 14 Uhr

Indonesien in Köln – Kampung Köln!
(mit Mariana Kwa)

Treffpunkt: Galerie Smend, Mainzer Str. 31

Kampung heißt Dorf. Das große Kampung Köln hat schon lange regen Austausch mit dem indonesischen Archipel: Beispielsweise durch die Gründung der ersten Deutsch-Indonesischen Gesellschaft, der Erstellung des ersten Wörterbuchs von Bahasa Indonesia – Deutsch und durch laufende Programme zu den Kulturen Indonesiens.

Heute führt sie Mariana Kwa, lange Jahre Journalistin für die Deutsche Welle, auf den Spuren von Indonesien durch Köln. Jejak Indonesia di Köln! Wir besuchen z. B. Herrn Smend, einen der international renommiertesten Batiksammler in seinem versteckten Batik-Museum. Die Galerie Morgenland ist voller Schätze aus Südostasien und einem Tanz aus dem Inselarchipel oder wir kosten Kopi Luwak, eine der begehrtesten Kaffeesorten der Welt.

Der Reisspeicher aus Sulawesi am Neumarkt liegt auf dem Weg zur javanischen Reistafel und dem besten Sambal. Ein Bahasa-Crashkurs und Reiseinformationen runden die Kulturwanderung ab.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft.

Startpunkt ist nicht gleich Endpunkt! Wer möchte, kann im Anschluss zur Tour mit der Gruppe auf eigene Kosten indonesische Kulinarik genießen.

Dauer: etwa 3,5 Stunden
Preis: 22 €, Anmeldung erforderlich über www.grenzgang.de. Weitere Informationen zur interkulturellen Wanderung und Indonesien in Köln: www.kulturkluengel.de

Außerdem auf Anfrage im Programm:
Touren für geschlossene Gruppen, Radtour Südostasien / südostasiatische Thementage und Kulturevents / Kauderwelschkurs Bahasa Indonesia / Reisevorbereitung und interkulturelles Training von professionellem Trainer.


15. Oktober bis 26. November 2013

„Asiens Wunden: Der Umgang mit der belasteten Vergangenheit“

Kontaktinformationen Stiftung Asienhaus
Hohenzollernring 52
50672 Köln

Filme über Südkorea / Vietnam / Osttimor / China

in Zusammenarbeit mit dem Asienhaus

In vielen Ländern Asiens kam es in der jüngeren Vergangenheit zu Kriegen und Konflikten, die deutliche Spuren in den jeweiligen Gesellschaften hinterließen. Die Auseinandersetzung mit dem vergangenen Unrecht gehört zu den großen Herausforderungen nach dem politischen Umbruch. Doch wird das zerstörerische Potential dieses Erbes trotz seines erheblichen Einflusses auf die gegenwärtige Entwicklung mit Blick auf die trügerische
„Rückkehr zur Normalität“ von der staatlichen Seite häufig unterschätzt.
In den letzten Jahrzehnten jedoch sind die Ahndung von Menschenrechtsverbrechen sowie die Bedeutung von Wahrheitsfindung und Versöhnungsprozessen in den Vordergrund getreten. Sie haben durch Maßnahmen der Staatengemeinschaft und der Vereinten Nationen Stärkung erfahren. Opfer- und Menschenrechtsorganisationen gibt dies Rückhalt in ihrem schwierigen Ringen um Gerechtigkeit. In Asien ist der Umgang mit den Wunden der Vergangenheit unterschiedlich ausgeprägt. Das Spektrum reicht von kollektiver Amnesie und Amnestie bis hin zu Strafverfolgung durch Hybridgerichte und Aufarbeitung
mittels Wahrheitskommissionen.
Mit der Filmreihe beleuchten wir Konflikthintergründe und Prozesse zur Aufarbeitung in den Ländern Indonesien, Vietnam, Osttimor, China und Korea, wir rücken zivilgesellschaftliches Engagement in den Fokus und diskutieren Auswirkungen auf Konfliktbearbeitung und Friedenspolitik.
Hierzu möchten wir Sie ganz herzlich einladen

Programmflyer als PDF


Dienstag, 5. November 2013

Heinz Schütte
Der interreligiöse Dialog in Indonesien – Das Leben und Wirken des Jesuiten Franz Magnis-Suseno

Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln [ www.domforum.de ], 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion – verbunden mit der Vorstellung der von Heinz Schütte vorgelegten Biografie: „Dialog, Kritik, Mission. Franz Magnis-Suseno, ein indonesischer Jesuit aus Deutschland“(Regiospectra-Verlag Berlin)

Indonesien ist das Land mit den weltweiten meisten Moslems, Christen zählen zur Minderheit. In dieser Gesellschaft nimmt Franz Magnis Suseno eine besondere Rolle ein. Er ist einer der engagiertesten Intellektuellen in öffentlichen Debatten in Indonesien, wenn es um soziale, philosophische und religiöse Fragen geht.

Franz Graf von Magnis, Jahrgang 1936, studierte Theologie und Philosophie. Als Jesuit ging er nach Indonesien und wurde 1977 indonesischer Staatsbürger, mit dem Namenszusatz Suseno. Er lehrt als Professor u.a. an der Philosophischen Hochschule Driyarkara in Jakarta.

Zu seinen Themen als Sozialphilosoph gehören u. a. Aspekte der sozialen Gerechtigkeit, Solidarität mit den Armen und religiöse Toleranz. Große Verdienste erwarb er sich um den christlich-muslimischen Dialog. Er hat 34 Bücher veröffentlich und mehrere Hundert Artikel zu Fragen der Philosophie, der Ethik, der javanischen Kultur, des interreligiösen Dialogs und zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die zum größten Teil in indonesischer Sprache erschienen sind.

Sein Biograf Dr. Heinz Schütte, Jahrgang 1937, ist Soziologe, hat Germanistik und Wirtschaftswissenschaften in Köln und Freiburg studiert, war als wissenschaftlicher Assistent am Arnold Bergstraesser-Institut und an der Universität Kiel sowie als Hochschullehrer in Melbourne, Paris und Bremen tätig. Er ist seit langem an Grenzgängern interessiert, Personen, die zwischen Sprachen und Kulturen hin- und hergehen; sie sind befreit von den Dogmen des Herkunftslandes, frei für andere Zivilisationen und Erfahrungen und fähig zum Dialog. Heinz Schütte lebt und arbeitet als unabhängiger Forscher in Paris.

In Zusammenarbeit mit

kbw

Aus den Medien, Deutsche Welle:

 

Deutsche Welle, 6.11.13
http://www.dw.de/ein-indonesischer-jesuit-aus-deutschland/a-17209968

Ein indonesischer Jesuit aus Deutschland
Franz Magnis-Suseno ist in Deutschland nur einem kleinen Kreis von Indonesienexperten
bekannt. Dabei gehört er zu den weltweit wichtigsten Brückenbauern des interreligiösen
Dialogs, wie eine neue Biografie zeigt.
Franz Magnis-Suseno, SJ (* als Franz Graf von Magnis; 26. Mai 1936 in Eckersdorf, heute
Bożków in Polen; Landkreis Glatz) ist ein katholischer Theologe und Sozialphilosoph in
Indonesien. Quelle: Wikimedia English: frans magnis suseno Date 2008 Source Own work
Author Channel443 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frans_magnis_suseno.jpg

Franz Magnis-Suseno
Der Jesuitenpater Franz Magnis-Suseno wurde 1936 in Schlesien geboren. 1961 führte ihn
sein Weg in das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt: Indonesien. Dort fand der
junge Katholik eine neue Heimat. Er vertiefte sich zuerst in die Kultur und Sprache der
Insel Java, später in die Landessprache „Bahasa Indonesia“, bis er in den Kulturen des
größten Inselstaats der Welt genauso zuhause war wie im abendländischen Denken. Damit
wurde er zu einem einzigartigen Vermittler, der Europas Kultur in Indonesien und die
indonesische Kultur in Europa wie kein zweiter erklären und verständlich machen konnte.
„Sein Anliegen ist, das Denken und Handeln Indonesiens zu begreifen, es anderen
verständlich zu machen und um Dialog zu werben“, so der Soziologe Heinz Schütte in der
gerade unter dem Titel „Dialog, Kritik, Mission“ erschienenen Biografie Magnis-Susenos.

Kritiker der indonesischen Politik
Als katholischer Priester, Philosoph und engagierter Intellektueller beteiligte sich
Magnis-Suseno aktiv an den politischen und religiösen Debatten seiner Wahlheimat
Indonesien. Ein Beispiel: 2013 verleiht die US-amerikanische Stiftung „The Appeal of
Conscience Foundation“ dem amtierenden indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono den „World Statesman Award“. Die Stiftung fördert ihrem Selbstverständnis nach die Beziehungen zwischen den Religionen und deren Führer, die für Frieden und Toleranz einstehen. In der Begründung der Stiftung heißt es, der Präsident erhalte den Preis für die Förderung der religiösen Toleranz.

Magnis-Suseno protestiert in einem Brief an die Stiftung mit scharfen Worten: „Es ist eine
Schande, eine Schande für Sie. Der Preis diskreditiert jeden Anspruch, den Sie als
Institution mit moralischen Grundsätzen erheben.“ Der Pater begründet seinen Widerspruch
damit, dass Präsident Yudhoyono den Schutz von ethnischen und religiösen Minderheiten in
seiner mehr als achtjährigen Amtszeit sträflich vernachlässigt habe. Der Preis ging
trotzdem an Präsident Yudhoyono.

Schütte berichtet, dass Magnis-Suseno, wie viele andere muslimische Geistliche und
führende Intellektuelle in Indonesien von den Politikern ihres Landes enttäuscht sind.
Diese seien in ihren Augen absolut korrupt. Die Geistlichen werfen ihnen vor, die sozialen
Probleme des Landes nicht anzugehen und die Demokratie insgesamt zu gefährden.

Überzeugung und Neugier
Das unbeugsame Einstehen für die eigenen Überzeugungen bei gleichzeitigem Respekt
gegenüber anderen Sicht- oder Lebensweisen begründet Magnis-Susenos Wirkung in Indonesien und gilt als Vorbild für den interreligiösen Dialog. Magnis-Suseno bemühe sich um Verständnis, ohne Unterschiede zu unterschlagen und die Wahrheit allein für sich zu
beanspruchen, schreibt der Biograf Schütte: „Er nimmt sein Gegenüber, die anderen, ernst,
respektiert sie in ihrem Anderssein, aber er bleibt Katholik und Jesuit.“
Magnis-Suseno betrachtet sich selbst als „Missionar, der eine Botschaft weitertragen und
Menschen dafür gewinnen will, allerdings aufgrund eines katholischen und menschlichen
Verständnisses, das die Identität des anderen respektieren und sogar hochachten kann.“

Der interreligiöse Dialog, den Magnis-Suseno über Jahrzehnte mit führenden Vertretern des
Islams geführt hat, zielt immer auf die rationalen Gemeinsamkeiten des Glaubens. Das ist
auch das zentrale Anliegen der philosophischen Hochschule Driyarkara in der indonesischen
Hauptstadt Jakarta, die der Jesuit gegründet hat und an der er bis heute lehrt.

Der Dialog gelingt, weil Magnis-Suseno selbstbewusst eigene Position vertritt, zugleich
aber offen und neugierig ist für andere Perspektiven. Eben diese Fähigkeit ist die
Grundlage jedes echten interreligiösen Dialogs – so zeigt Schütte in der Biografie. Die
Grundlage dafür wurde nach Ansicht des Biografen bereits in der Schulzeit gelegt. Von 1957
bis 1960 studierte Magnis-Suseno an der Jesuitenhochschule in Pullach bei München
Ordensphilosophie – natürlich auf Latein. Aber Magnis-Suseno lernte auch Russisch und
befasste sich kritisch mit der kommunistischen Philosophie. Bis heute hat er große
intellektuelle Achtung vor Marx, für den Religion „Opium fürs Volk“ ist.

In diesem Jahr verbrannten radikale Muslime Magnis-Susenos indonesische Bücher über Marx öffentlich. Der Jesuitenpater prangerte die Bücherverbrennungen daraufhin in Fernsehen und Zeitungen an. Aufgrund seiner deutschen Vergangenheit fiel es ihm leicht, die Parallelen
zum Faschismus zu ziehen. Es dauerte nicht lange, bis die Anstifter der Bücherverbrennungen zu Magnis-Suseno kamen, um mit ihm zu reden. Sie verließen das Haus des Paters, jeder ausgestattet mit einer handsignierten Ausgabe eines Marxbuches.

Berufung
Das Beispiel zeigt, dass der Dialog schwierig, aber möglich ist. Ein jesuitischer Mitpater
beschreibt Magnis-Suseno in der Biografie als Optimisten: „Franz glaubt an die Möglichkeit
eines rationalen Austausches.“ Dessen selbstbewusste Offenheit geht einher mit einer fast
schon übermenschlichen Geradlinigkeit, die den Lebensweg des Paters auszeichnet. Keine
Krise, kein Zweifel haben ihn erschüttert – zumindest ist davon nichts nach außen
gedrungen. Das kann auch der Biograf Heinz Schütte nur mit einem Begriff der Religion
erklären: Magnis-Suseno ist ein Berufener: „Sein Leben ist in Indonesien; seine Tätigkeit
ist für Indonesien, und dies deckt sich mit seiner Berufung.“

Heinz Schütte: Dialog, Kritik, Mission. Franz Magnis-Suseno, Ein indonesischer Jesuit aus
Deutschland. Berlin : regiospectra Verlag 2013. 447 Seiten, 29,90 €. Mit einer Übersetzung
ins Indonesische ist der renommierte Gramedia Verlag aus Jakarta befasst. Das Buch wurde
vom Goehte-Institut Indonesien gefördert.

Datum 06.11.2013
Autorin/Autor Rodion Ebbighausen
Redaktion DW: Ana Lehmann


Samstag, 2. November 2013

Batak-Tag im Rautenstrauch-Joest-Museum

Samstag, 2. November 2013
10:00 – 18:00 Uhr
Rautenstrauch-Joest-Museum/Kulturen der Welt,
Cäcilienstraße 29 (Nähe Neumarkt),  50667 Köln /

Batak-Tag mit Opera Batak

Geschichte und Geschichten aus Sumatra

Unter dem Motto „Was sagen uns die Ahnen – gestern und heute?“ werden am Samstag, den 2. November 2013 (10:00 – 19:30 Uhr), Aspekte aus Geschichte und Gegenwart sowie Herausforderungen der Zukunft der Batak aus Nordsumatra/Indonesien angesprochen: Der größte Kratersee der Welt – der Tobasee – ist das Siedlungsgebiet der Batak und als Lebensraum gefährdet.
Im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum ist die Deutsch-Indonesische Gesellschaft mit dem Batak-Tag zu Gast. Historische und aktuelle Themen werden in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion ebenso behandelt wie durch die Neuinszenierung der Opera Batak thematisiert.
Die Theatergruppe PLOt aus Nordsumatra startet ihre Deutschlandtournee mit der Opera Batak in Köln und präsentiert außerdem traditionelle Lieder und Tänze sowie das Marionettenspiel Sigalegale. DieOpera Batak ist um 1920 entstanden und hat wesentlich zur Identität der Batak beigetragen, auch im kritischen Blick auf die Kolonial- und Missionsgeschichte. In dem Stück „Frauen am Rande des Sees“ geht es um das Problem des Wassers und die Rolle der Frau. Die indonesische Autorin und Regisseurin Lena Simanjuntak lebt in Köln. Sie ist jedoch mit ihrer Theaterarbeit seit Jahren zwischen Deutschland und ihrer Heimat unterwegs. Mit dieser Inszenierung gelingt es, auf eine eindrucksvolle und unterhaltsame Art und Weise Interesse für derzeitige Themen zu wecken. Das Theaterstück basiert auf einer Legende der Entstehung des Toba-Sees.
Seit mehr als 150 Jahren gibt es enge Beziehungen zwischen den Batak und Deutschen. Nun besteht die Möglichkeit, an einem Tag eine Erlebnisreise durch den Norden Sumatras anzutreten. Vorträge, Diskussionen, Handwerkskunst und Begegnungsmöglichkeiten vermitteln an diesem Thementag aufschlussreiche Erfahrungen – über Traditionen, Veränderungen und Entwicklungen.
Schirmherr des Batak-Tages ist Dr. Heinrich Seemann, ehemaliger deutscher Botschafter (1994 – 2000) in Indonesien. Zur Eröffnung spricht die indonesische Vizeministerin für Kultur, Prof. Wiendu Nuranti.

Programm als PDF

Weitere Informationen unter www.operabatak.de


 

Freitag, 20. September 2013, 19:30 Uhr

ASYIK

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz)

Eine indonesische Nacht mit traditionellem Tanz, Body Percussion und indonesischem Gesang der Gruppe Suara Indonesia

www.suaraindonesiadance.com.au

Die Gruppe bietet auch Schulseminare an


Samstag,14. September 2013

Den Mutigen eine Stimme geben: Medien- und Meinungsfreiheit in Südostasien

 

Wann: 14. September 2013, 18.00 Uhr
Wo: Hohenzollernring 52, 50672 Köln
Was: Auftaktveranstaltung zur transportablen Posterausstellung.

In Kooperation mit der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Köln.

Mit Vorträgen und anschließender Diskussion:
Emmalyn Liwag Kotte, Freie Journalistin und Mitarbeiterin beim philippinenbüro
Thema: Medienfreiheit auf den Philippinen

Edith Koesoemawiria, Freie Journalistin und Redakteurin bei der Deutschen Welle
Thema: Medienfreiheit in Indonesien

Medien- und Meinungsfreiheit, die eng mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und -bildung verbunden sind, gelten als Grundsteine einer freiheitlichen und toleranten (Staats-)Ordnung. Nicht zuletzt deswegen bildet dieses Thema einen zentralen Arbeitsbereich der Südostasien Informationsstelle innerhalb ihres Schwerpunktes Demokratie und Menschenrechte. Jenseits des Mainstreams in der europäischen Berichterstattung wirft die Ausstellung ein Licht auf ausgewählte Länder der Region und zeigt auf, welche Problemstellungen sich in Bezug auf Medien- und Meinungsfreiheit jeweils ergeben.
Wir laden Sie sehr herzlich ein, sich an diesem Abend die Ausstellung anzuschauen, die Vorträge der beiden Referentinnen zu hören und an der anschließenden Diskussion teilzunehmen.

Besuchen Sie uns gern auch unter:
http://www.asienhaus.de/soainfo/unsere-arbeit/medien-und-meinungsfreiheit/

Programmflyer als PDF


 

Samstag, 7. September 2013

Indonesientag

Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Köln-Mitte (NähenEbertplatz), Melchiorstraße 3

ab 11:00 Uhr – auf dem Hof
Pasar Senggol
Basar mit Kunsthandwerk, Büchertisch, Imbissständen, exotischen Produkten, Tänzen, und mehr . . .

11:00 bis 18.00 Uhr – im Offenen Treff (neben Informationsbüro)
Warung Konsuler
Das Generalkonsulat der Republik Indonesien aus Frankfurt berät zu Visum- und Passangelegenheiten und Fragen zur Vorbereitung der Wahlen 2014

12:00 bis 14:00 Uhr – im Saal
Gemischte Ehen – Perspektiven und Probleme
Schilderungen und Erörterungen von Fragen im Umfeld von Eheschließungen zwischen Indonesiern und Deutschen

15.00 bis 18.00 Uhr – im Kinoraum
Indonesische Spielfilme

 

Programm (als PDF)


 

Samstag. 6. Juli 2013

The Act of Killing

 

Allerweltshaus, Köln-Ehrenfeld, Körnerstraße 77z
Eintritt: 5 Euro / 3 Euro ermäßigt

In dem mehrfach preisgekrönten Film „The Act of killing“ lässt der amerikanische Regisseur Joshua Oppenheimer die Täter jener Zeit nicht nur zu Wort kommen, sie spielen vor der Kamera ihre Taten selbst nach. Protagonist Anwar Congo und seine Freunde sind Cineasten, die in ihrer Jugend in einem Kino in Medan (Nordsumatra) als Ticketabreißer arbeiteten. Hollywood-Western und Mafia-Filme hatten es ihnen besonders angetan. Im Stil ihrer Leinwandhelden ermordeten die jungen Männer Mitte der 1960er Jahre Tausende von vermeintlichen Kommunisten. Sie sind bis heute stolz auf ihre Taten, für die sie, ebenso wie die Militärs, die das Blutbad orchestrierten, nie zurbVerantwortung gezogen wurden. Die Inszenierung der Realität ist wirklicher geworden, als es die Taten für die Männer je waren. Der Film erhielt den Publikumspreis auf der Berlinale 2013.
Mit Anett Keller (Einführung und Diskussion) und Monika Schlicher (Moderation), Südostasien-Informationsstelle
Eintritt: 5 Euro / 3 Euro ermäßigt

Link zum Film

Südwind-Magazin, Dez. 2012: „Im Zeitalter der Straflosigkeit„, Anett Keller im Gespräch mit dem Regisseur Joshua Oppenheimer

Eine Veranstaltung der Stiftung Asienhaus, der Südostasien-Informationsstelle, der Deutschen Osttimor-Gesellschaft, der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft und des Allerweltshauses Köln im Rahmen der Filmreihe „Asiens Wunden: Der Umgang mit belasteter Vergangenheit“ mit Beiträgen zu Indonesien, Vietnam, Osttimor, China, Kambodscha und Korea.


Mittwoch, den 3. Juli 2013, 19 Uhr

Indonesien heute – zwischen Säkularität und religiöser Orientierung

Vortrag und Diskussion mit Franz Magnis-Suseno
Universität Bonn, Hauptgebäude, Regina Pacis Weg3, Hörsaal IV, 19 Uhr

Magnus Suseno

Professor Franz Mangis-Suseno ist Jesuitenpater und lebt seit mehr als 50 Jahren in Indonesien. Er unterrichtete Philosophie an der Universitas Indonesia und an der Hochschule für Philosophie in Jakarta. Bis heute ist er einer der engagiertesten Intellektuellen in öffentlichen Debatten in Indonesien, wenn es um soziale, philosophische und religiöse Fragen geht.

Eine Veranstaltung der Abteilung fürnSüdostasienwissenschaften, IOA, Universität Bonn sowie der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft.


 

Sonntag, 30. Juni 2013, ganztags

Internationales und interkulturelles Begegnungsfest in Bonn

interkultur

11:00 bis 19:00 Uhr
Internationales und interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest Bonn

Markt und Münsterplatz

Das 4. internationale und interkulturelle Kultur- und Begegnungsfest der Stadt Bonn findet auf dem Markt und dem Münsterplatz statt. Hierbpräsentieren sich fast hundert Vereine und Organisationen, die mit Informationsständen,blandestypischen Gerichten und künstlerischen Darbietungen die beiden Innenstadtplätze füllen.

Ein ganztägiges Bühnenprogramm rundet das Fest ab.

Die DIG hat einen Stand auf dem Markt und steuert um 15:00 Uhr Tänze zum Bühnenprogramm bei


Mittwoch, den 15. Mai 2013

Jahresessen der DIG

Haus Java, Am Rinkenpfuhl 57, Köln-Mitte, Nähe Neumarkt, 19 Uhr

Bitte Anmeldung unter 0221 – 24 64 21


Mittwoch, den 24. April 2013, 18:30 Uhr

Auf archäologischer Spurensuche im Goldland der Minangkabau / Westsumatra

Vortrag von Dr. Mai Lin Tjoa-Bonatz, Berlin
Galerie Smend, Mainzer Straße 37, Köln-Südstadt

Das 2011 begonnene Forschungsprojekt untersucht die Siedlungsgeschichte im Hochland der Minangkabau im Westen Sumatras, das durch seinen Goldreichtum bekannt geworden ist. Dorthin hatte im 14. Jahrhundert der letzte hindu-buddhistische König Ādityavarman seinen Herrschaftssitz verlegt. Sein Hochlandkönigtum ist durch datierte Steininschriften dokumentiert.
Die Ausgrabungen der Freien Universität Berlin haben Siedlungsspuren, die zu seinem potentiellen Herrschaftszentrum gehören, aus der Zeit des 14.-17. Jahrhunderts entdeckt.

Grabungskampagne


 

Sonntag, den 21. April 2013

Vom Borobudur-Tempel zum Prinzen Panji – Umgang mit dem kulturellen Erbe in Java

 

Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße, Köln-Mitte, Nähe Neumarkt

Das kulturelle Erbe Indonesiens und im besonderen Javas ist im Borobudur als UNESCO-Weltkulturerbe auf außer-ordentliche Weise präsent. Etliche Formen javanischen kulturellen Erbes sowie javanischer Traditionen, wie z.B. die Panji-Geschichten, geraten jedoch in Vergessenheit oder sind in ihrem Weiterleben bedroht. Gleichzeitig findet zur Zeit eine Revitalisierung von Traditionen statt, die sich z.B. im erstarkten Interesse an weniger bekannten Stätten der prä-islamischen Zeit wie dem Candi Panataran zeigt. Der Vortrag spürt diesen Entwicklungen nach und zeigt Perspektiven auf.
[im Rahmen des Südostasien-Tages]
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße, Köln-Mitte, Nähe Neumarkt


 

Samstag, den 20. April 2013

Kampung Köln – Indonesien in Köln mit Mariana Kwa –

Galerie Smend, Mainzer Str. 31, Köln Südstadt, 14 Uhr

Treffpunkt: Galerie Smend, Mainzer Str. 31, Köln Südstadt
Dauer: min. 3,5 h, open End / Preis: 22€ /
anschließend gibt es die Option zu einem gemeinsamen Essen – extrem leckere indonesische Gastronomie!
Anmeldung: www.grenzgang.de (0221-71991515) /
www.kulturklüngel.de , Bonner Str. 8, 50677 Köln (0221-16843662)


 

Donnerstag, den 14. März 2013

Jahres-Mitgliederversammlung

 

Galerie Smend, Mainzer Straße 31, Köln-Südstadt, 19 Uhr

gesonderte Einladung folgt
Präsentation zu der für Herbst geplanten Tournee „Opera Batak“
Galerie Smend, Mainzer Straße 31, Köln-Südstadt


 

Mittwoch, den 13. März 2013

Lesung im Rahmen der LITCOLOGNE

Brunosaal, Klettenberggürtel 65, 50939 Köln , 19 Uhr

Die Regenbogentruppe, das sind die zehn Schüler einer indonesischen Dorfschule auf der InselBelitung. Mit großem Herz und gewaltigem Bildungshunger kämpfen sie gegen Regen, Hitze, Armut und Krokodile auf dem Schulweg und ihre Zukunft. In seinem bewegenden autobiografischen Roman erzählt Andrea Hirata, wie die Jungs und ein Mädchen ihren Weg finden. Hirata ist mit fünf Millionen verkauften Büchern der Superstar der indonesischen Literatur.

Moderation.: Volker Schaeffer / dt. Text: Götz Schubert
Brunosaal, Klettenberggürtel 65, 50939 Köln
www.litcologne.de


 

Dienstag, den 12. März 2013

Waffen für Indonesien

Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11, 50667 Köln, 20 Uhr

Vortrag von Ingo Wandelt
Während sich die Bundesregierung über den geplanten Export von Leopard-Panzern nach Indonesien weiter bedeckt hält, berichten indonesische Medien offen über die Waffen-geschäfte. Neben den Leos sollen Schützenpanzer Marder und weitere Waffen eingekauft werden. Deutsche Waffen sind begehrt fürs indonesische Militär. Indonesien ist ein wichtiger Staat in Südost-Asien und hat über Jahrzehnte Probleme mit den Regionen und deren Minderheiten. Wofür braucht das indonesische Militär diese Waffen? Welche Sicherheits- und Militärpolitik wird damit gestärkt? Welche Entwicklungen in Indonesien gefährden die Vielfalt der Ethnien und Religionen?

Friedensbildungswerk Köln, Obenmarspforten 7-11, 50667 Köln, Tel. 0221-952 19 45
www.friedensbildungswerk.de

Termine 2012

Freitag, den 19. bis Sonntag, den 21. Oktober 2012

Verborgene Botschaften aus der Vergangenheit Papuas

Ehemalige Synagoge Ahrweiler

Eine Ausstellung mit Baumrindenbildern aus Papua / Indonesien und einem attraktiven Rahmenprogramm. Der Verkaufserlös der originellen Gemälde geht an das indonesische Institut für Gerechtigkeit und Frieden für Frauen und das Frauenhaus Ahrweiler
Frauen, die sich als Malerinnen betätigen, sind heutzutage keine ungewöhnliche Erscheinung. Ganz anders verhält es sich jedoch mit Martha Ohee, die auf der Insel Asye im Sentani-See in Papua lebt. Dort als Frau zu malen, bedeutet sich über uralte Tabus hinwegzusetzen. Malen und das Verfertigen von Ornamenten war auf der kleinen, nur 300 Einwohner zählenden Insel bislang Männern vorbehalten. „Ich habe angefangen zu malen, um unsere Kultur zu bewahren und ein Einkommen zu haben, nicht weil ich mich gegen die Tradition wenden wollte“, beschreibt Martha, was sie veranlasste mit dem Malen zu beginnen. Weitere Frauen auf der Insel Asye sind inzwischen ihrem Beispiel gefolgt.
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Aus Baumrinde  wird in einem langwierigen Prozess die Grundlage für die Ornamentik geschaffen.

Die Motive können auch Botschaften darstellen, mit denen traditionellerweise die Papua Nachrichten übermitteln.

Die Muster und Motive auf Marthas Baumrindenbildern stehen in einer sehr alten Tradition, die über viele Generationen weitergegeben wurde. Sie sind tief in den Glaubensvorstellungen und der Magie der Bevölkerung verwurzelt und spiegeln ihre Verbindung zur Natur wider. Die Malerei ist ein Beispiel indigener Kunst, die mit natürlichen Materialien wie Asche, Kreide, Erde und pflanzlichen Farbstoffen auskommt. Das Dekorative dominiert. Jedem Muster wohnen bestimmte magische oder mystische Bedeutungen inne. Das Geheimnis ist in jedem einzelnen Muster und gleichzeitig in den verschiedenen Ebenen der Formensprache des Bildes verborgen. Deswegen ist auch nicht jeder imstande zu malen. Martha selbst kennt die Bedeutung der von ihr verwendeten Muster nur teilweise, muss darüber aber schweigen. Nur der für die Wahrung der Tradition zuständige kepala adat ist mit sämtlichen Motiven vertraut. Über sie Kenntnis zu erlangen, ist nur auf rituellem Weg möglich. Wie in der sogenannten primitiven Kunst üblich, signiert Martha ihre Werke nicht, da das künstlerische Schaffen als Ausdruck des Kollektivs und seines Geisteslebens angesehen wird, dem Künstler als Individuum mithin keine eigene Bedeutung zukommt.
Martha war zuletzt im Mai 2012 auf der Floriade im niederländischen Venlo, wo sie ihre Malerei ausstellte. Ihre Arbeit ist mit einer Anerkennung des indonesischen Präsidenten ausgezeichnet worden. Die Bilder sind ein traditionelles kulturelles Erbe, das heutzutage auch auf dem Kunstmarkt gehandelt wird.

Seit 1999 arbeiten die Regisseurin Lena Simanjuntak und das Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen/NUR in Indonesien mit Frauenorganisationen zusammen, die ihre Situation als Randgruppen der Gesellschaft in der Öffentlichkeit zum Thema machen. Sie haben sich für das Theaterspielen entschieden, um ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen Ausdruck zu verleihen und auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Marginalisierte Bevölkerungsgruppen haben in der Öffentlichkeit keine Lobby. Mangelnde schulische und berufliche Bildung, kein regelmäßiges Einkommen, keine Gesundheitsversorgung und ein unsicherer rechtlicher Status machen es den Einzelnen häufig unmöglich, sich aus eigener Kraft aus schwierigen Lebens-situationen zu lösen.
Vor allem Frauen sind in der indonesischen Gesellschaft benachteiligt. Ein Beispiel für die anhaltende Diskriminierung ist das Bildungssystem. Viele Mädchen werden aufgrund von kulturellen Klischees von der höheren formalen Bildung ferngehalten. Für weibliche Randgruppen sind Lebensbedingungen daher besonders schwierig.
Hausmädchen, Prostituierte, Landarbeiterinnen, Tagelöhnerinnen, Binnenflüchtlinge oder weibliche Tsunami-Opfer haben in der Öffentlichkeit keine Stimme. Ihre Erfahrungen von Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Gewalt bleiben ungehört.
Was muss geschehen, damit Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung erlangen, damit bestehende Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen aufgehoben werden?
Diese Fragen veranlassen Aktivistinnen zur Suche nach alternativen Bildungs- und Ausdrucksmöglichkeiten. Dem Theater kommt dabei eine wirkungsvolle und herausragende Funktion zu. Es ist in allen Kulturen verwurzelt. Das Spiel ist ein Medium, Protest und Widerstand zu thematisieren. Außerdem stärkt der Prozess des Theaterspielens gemeinschaftliche Erfahrungen, definiert Rollen und Arbeitsteilungen, aber auch Toleranz gegenüber anderen Menschen hinsichtlich der Unterschiede in Glauben, Alter, Geschlecht, usw.
Deshalb unterstützt das Institut seit mehr als zehn Jahren lokale indonesische Organisationen bei ihrer Theaterarbeit. Die Absicht der gemeinsamen Arbeit in den Theaterprojekten ist, Opfer gesellschaftlicher Missstände selbst ihre Stimme erheben zu lassen, und damit das Bewusstsein und das Selbstbewusstsein sowohl der Betroffenen als auch das der Öffentlichkeit zu stärken.

Die einzelnen Ziele der Theaterarbeit sind:

Organisationsentwicklung für Kampagnen

Alternative Bildung

Psychologische Betreuung in Konfliktsituationen

Stärkung der Frauenrolle

Stärkung der Rechte der Frauen

Stützung demokratischer Prozesse

Entwicklung künstlerischer Fertigkeiten

Die Projekte werden durch private Spenden sowie Zuschüsse unterschiedlicher Organisationen ermöglicht. Neben anderen hat die Frauenhilfsorganisation medica mondiale das Papua-Theaterprojekt gefördert.
Die Rechte der Frauen zu stärken, die Einrichtung von Netzwerken zu ermöglichen, das soll durch Theaterarbeit und Kunstaktionen erreicht werden. Dies zielt einerseits auf eine Bewusstseinsänderung und andererseits auf aktives gesellschaftliches Handeln. Die Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen sowie mit (Natur-) Katastrophen ist Bestandteil der unterschiedlichen Projekte, die auch Trauma-Arbeit mit betroffenen Frauen beinhalten. Die vom Institut durchgeführten Projekte sind in erster Linie an Orte gebunden, wo sich politische und gesellschaftliche Konflikte feststellen lassen.

Theaterstücke werden gemeinsam erarbeitet, in denen Erfahrungen von häuslicher und staatlicher Gewalt sowie politischer Willkür an die Öffentlichkeit gebracht werden, so auch 2010 – 2012 in Papua. In dem Theaterstück „Die Stimme von Angganetha“ ist diese Problematik thematisiert worden. Das Frauentheater „Orchidee“ möchte mit seiner Initiative auf Probleme aufmerksam machen und eine Diskussion über Lösungsmöglichkeiten befördern.

Mit dem Erwerb der Baumrindenbilder tragen Sie zur Unterstützung dieser Aktivitäten bei und fördern einen Weg zur friedlichen und gerechten Lösung alltäglicher Auseinandersetzungen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen/NUR aus Indonesien mit der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft e.V.

Der Erlös aus dem Verkauf der Werke geht an das Institut Frieden und Gerechtigkeit für Frauen sowie das Frauenhaus Ahrweiler.

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Kontakt:

Karl Mertes

Tel. 0221 73 28 056 / 01577 44 60 226 /

mertes@netcologne.de


 

Mittwoch, 3. Oktober  2012

Interkulturelles Märchenfestival

IGNIS, Europäisches Kulturzentrum
Elsa Brandtsröm Str. 6
50668  K ö l n

Das interkulturelle Märchenfestival ist der Meilenstein im interkulturellen Köln. Hier präsentieren Künstler aus aller Welt die Märchen ihrer ursprünglichen Heimat. Sie werden vielseitig vorgetragen, auf hohem Niveau für Kölner jeder Couleur und aller Altersstufen. Märchen regen das wechselseitige Verständnis an und helfen uns die Helden, die Werte und den Glauben der jeweiligen Kultur zu verstehen.

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch eine Kooperation von IGNIS e. V. und Kölner Kulturklüngel mit zahlreichen Organisationen und
Initiativen und findet 2012 zum viertenmal statt. Gefördert durch Kulturamt der Stadt Köln und RheinEnergie Stiftung Kultur Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche Köln 2012
In diesem Jahr erwartet Sie wieder ein vielfältiges Programm, u.a.:

Die Frau am Rande des Sees – Ein Märchen aus Sumatra


 

Samstag, 8. September 2012

Kampung Köln – Wanderung durch das Indonesische Köln

1. Station: Galerie und Batik Museum  Smend – Führung durchs Museum     durch Rudolf Smend
2. Station: Galerie Morgenland – mit Erklärungen von Sabine Heineken und     Batak-Tanz von Lena Simanjuntak
3. Station: „Käffchen“ – Kopi Luwak – Erklärung und Verkostung
Endstation: Restaurant Haus Java

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Kölner Kulturklüngel


Samstag, den 1. September 2012

Indonesien-Tag 

Samstag, den 1. September 2012
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz)

ab 11:00 Uhr – auf dem Hof
Pasar Senggol
Basar mit Kunsthandwerk, Büchertisch, Imbissständen, exotischen Produkten
und mehr . . .

Indonesientag Flyer

14:00 bis 16.00 Uhr – im Offenen Treff (neben Informationsbüro)
Islam in Indonesien
Die Republik Indonesien ist das Land mit der weltweit größten Zahl an Muslimen. Traditionell haben sich Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus sowie traditionelle Glaubensvorstellungen miteinander arrangiert. Gegenwärtig ist eine zunehmende Politisierung religiöser Fragen zu beobachten. Der Islam erfährt populären Zuspruch und drängt auf weiteren gesellschaftlichen Einfluss.
In einer Podiumsdiskussion werden aktuelle Fragen und Perspektiven besprochen.

Außerdem:
Tänze und künstlerische Darbietungen – aus Bali und Java.

 

Kontakt: mail@dig-koeln.de / 0221 – 73 28 056


 

Sonntag, den 1. Juli 2012

Internationales und interkulturelles Kultur- und Begegnungsfest in Bonn

Sonntag, den 1. Juli 2012
Münsterplatz und Marktplatz, Bonn

interkultur

Programmflyer


 

Mittwoch, den 20. Juni 2012 (Eröffnung)

ULOS – Textilien der Batak

Mittwoch, den 20. Juni 2012 – ab 19:00 Uhr (Eröffnung)
Galerie Smend, Mainzer Straße 31, Köln-Südstadt

Austellung: 20. Juni – 1. September

ulos

ULOS – Ikats der Batak vom Tobasee, Nordsumatra

Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, den 20. Juni 2012 – 19 Uhr

Grußworte Damos Dumoli Agusman, Generalkonsul der Republik Indonesien, Frankfurt

Kurze Einführung Dr. Sandra Niessen, Oosterbek / Arnheim NL

Die Ausstellung zeigt Ikats aus der Sammlung von Sandra Niessen
Die als Ulos bezeichneten Ikats werden bis heute für animistische Rituale der Batak eingesetzt.
Fotografien des indonesischen Filmemachers MJA Nashir dokumentieren Prozesse der Ikatweberei.

www.sandra.niessen.nl
www.bataktextiles.com

Filmvorführung am Eröffnungsabend: RANGSA NI TONUN
Ein ethnografischer Film über die Batak vom Tobasee, Nordsumatra, Indonesien
von MJA Nashir

Der indonesische Filmemacher MJA Nashir zeigt in diesem Film die verschiedenen Stadien der Ikatweberei,von der Baumwollernte bis zu den verschiedenen Prozessen der Färberei und Weberei. Er gibt Einblicke in die animistisch-rituellen Lebenswelten der Batak vom Tobasee, wobei hier die Ikats (Ulos) eine den jeweiligen Ritualen zugeordnete und gewichtige Rolle spielen. Der Film ist in englischer Sprache, aufgenommen 2010-2012 (30 Minuten)

Kurator der Ausstellung Joachim Blank

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Die beiden Abbildungen sind entnommen dem Buch „Legacy in cloth“
von Sandra Niessen

Informationen unter www.smend.de


Donnerstag, den 14. Juni 2012

Damen-Stammtisch

Donnerstag, den 14. Juni 2012 – 19:00 Uhr
Haus Java, Am Rinkenpfuhl 57, 50676 Köln (Nähe Rudolfplatz)


 

Dienstag, den 15. Mai 2012

DIG Jahresessen

Dienstag, den 15. Mai 2012 – 19:00 Uhr
Haus Java, Am Rinkenpfuhl 57, 50676 Köln (Nähe Rudolfplatz)

Reservierungen bitte unter (0221) 246 421


Samstag, den 15. April 2012

Thementag Südostasien im Rautenstrauch-Joest-Museum

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Sonntag, den 15. April 2012 – ab 10:00 Uhr
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln

Informationen im Programm


Samstag, den 14. April 2012

Kampung Köln –  Indonesien in Köln

Samstag, den 14. April 2012 – 14:00 Uhr
Galerie Smend, Mainzer Straße 31, Köln-Südstadt

Treffpunkt: Galerie Smend, Mainzer Straße 31, Köln-Südstadt
Kampung heißt Dorf – Kampung Köln: Beim Stadtspaziergang mit Mariana Kwa auf den Spuren von Indonesien – im Batik Museum erzählen Bilder Geschichten und am Neumarkt steht ein Reisspeicher auf Holzstelzen, Abstecher in eine Galerie und ein kulinarisches Angebot runden den Nachmittag ab

Anmeldungen unter www.kulturkluengel.de


 

 

Mittwoch, den 4. April 2012

„Die wunderbaren Welten des Gamelan“

Mittwoch, den 4. April 2012 -20:00 – 21:00 Uhr (Konzert)
Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln

Reservierung erforderlich!
Tel: 0221 – 221 313 56 oder
Email: rjm@stadt-koeln.de

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Rena Meyer Wiel – Gesang
Christoph Schumacher – Gamelan
Hartmut Zänder – Gamelan
Ramesh Shotham – Perkussion
Jens Düppe – Schlagzeug, Elektronik

KONZERT: 20-21 Uhr
EINTRITT: 12 € / 8 €

Kommunikation 9, so heißt eine innovative Improvisationsreihe des Kölner Komponisten und Schlagzeugers Jens Düppe. Kommunikativ und Musikstilüberlagernd umfasst die Konzertreihe in 2012 sieben Konzerte, wobei drei der Konzerte im Rautenstrauch-Joest-Museum bzw. im Museum Schnütgen aufgeführt werden.
Der Gamelan Raum des Rautenstrauch-Joest-Museums, die Cäcilienkirche des Museum Schnütgen und das Foyer des Rautenstrauch-Joest-Museums, welches beide Gebäudekomplexe verbindet, werden zur Bühne für diese drei außergewöhnlichen Zusammenkünfte von Musikern, Tänzern und Lichtkünstlern.
Bei der Auftaktveranstaltung der drei Konzerte teilen sich die Sängerin Rena Meyer Wiel, der Gamelanspieler Christoph Schumacher, der indische Perkussionist Ramesh Shotam und der Initiator Jens Düppe am Schlagzeug und elektronischer Klangerzeugung die Bühne. Verstärkt wird das Ensemble durch Hartmut Zänder, einen weiteren Gamelanexperten.
Improvisatorisch, kommunikativ sowie spielerisch wird der fernöstliche Klang des Gamelan in ein westliches Verständnis von konzertanter Musik eingebettet. Eine spontane Reise, welche zwei fern voneinander gelegene Kulturen der Welt musikalisch verbindet.

Mehr Info auf www.jensdueppe.de


 

 

Donnerstag, den 22. März 2012

„Die Scharia-Gesetze und die Frauenbewegung in Indonesien“

Donnerstag, den 22. März 2012 – 19:30 Uhr
Großes Forum, Bürgerzentrum Alte Feuerwache
Melchiorstraße 3, 50670 Köln ( Nähe Ebertplatz)
Vortrag und Diskussion (indonesisch-deutsch)

mit Nursyahbani Katjasungkawa,
Rechtsanwältin, Feministin und Menschenrechtsaktivistin

Indonesien ist bekanntlich das Land mit der weltgrößten islamischen Bevölkerung. Gegenwärtig ist eine zunehmende Politisierung religiöser Themen festzustellen.
Im Zusammenhang mit der – mit religiösen Argumenten ausgetragenen – Diskussion um Demokratisierung in Indonesien hat die Scharia, als islamische Gesetzgebung definiert, eine bedeutende Funktion. Dabei geht es u.a. um die Rolle der Frau, die nach dem Koran bestimmten Rechte und Pflichten.
Mit Nursyahbani Katjasungkana (Jahrgang 1955) haben wir eine streitbare Vertreterin für Frauenrechte zu Gast.
„Die gezielte Stärkung der Gemeinschaft ist der Schlüssel zur Veränderung“ ist das Motto der Menschenrechtsaktivistin. Die feministische Anwältin und Kämpferin für Frauenrechte gründete die Frauenvereinigung für Gerechtigkeit (APIK) und baute die Einrichtung Rechtshilfe für Frauen in Jakarta auf, deren Mitglieder anfangs aus früheren Klientinnen und Opfern rekrutiert und in Rechtshilfe ausgebildet wurden. Während der Reformpolitik ab 1998 – in der Nach-Soeharto-Zeit – gründete Nursyahbani gemeinsam mit anderen Aktivistinnen die Indonesische Frauenkoalition für Gerechtigkeit und Demokratie, die erste Massen-organisation für Frauen im Land seit 1965. Sie war Parlamentsabgeordnete der PKB (National Awakening Party). [1000peacewomen]
Für die „Stärkung der Gemeinschaft“ setzt sie sich engagiert ein. In den urbanen Zentren Indonesiens weichen die traditionellen Rollenbilder langsam auf. „Man kann dies beobachten, seit der Wohlstand gestiegen ist und seit revolutionäre Verhütungsmittel ihren Einzug gehalten haben“, so die ehemalige Politikerin. Feministische Gedanken fänden allmählich Niederschlag in Bildung und der Wahrnehmung der Umwelt. Und der Einzug der Demokratisierung in Asien habe auch die Diskussionen über Sexualität möglich gemacht. „Intime Beziehungen können heute auch ohne Ehe eingegangen werden“, sagt Nursyahbani. Das sei ein großer Befreiungsschlag für die Frauen. „Die traditionell islamische Rolle der Frau als sexuelle Gespielin für ihren Ehemann ist vorbei – heute hat sie auch andere Optionen.“ [Welt Online]